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28.03.2014, 02:14 Uhr
 
EU-Förderung für Wickede anstreben
Ich möchte erreichen, dass EU-Geld für ländliche Gemeinden in Zukunft auch der Ruhrgemeinde zugute kommt. Rund 2,5 Mrd. Euro stellt die EU in den Jahren bis 2020 über drei große Förderprogramme (ESF, EFRE und ELER) zur Verfügung. Für kleine Gemeinden mit ländlicher Struktur ist vor allem das Programm LEADER aus dem EU-Landwirtschaftsfonds ELER interessant. Hierzu schließen sich benachbarte Gemeinden zusammen, um kleine, aber wertvolle Projekte im örtlichen Tourismus, bei Dorfgestaltungen und Kultur möglich zu machen. Beispiele in der Nachbarschaft gibt es u.a. im Hochsauerlandkreis und im Kreis Paderborn.
In der neuen EU-Förderperiode rücken neue Aufgaben ins Blickfeld wie das Zusammenleben von alt und jung, Angebote zur sozialen Förderung von Kindern und Jugendlichen oder auch Fachkräftesuche. Eine Info-Veranstaltung zu diesem Thema fand vor kurzem auf meine Anregung hin im Werler Rathaus statt und zeigte großes Interesse bei den Kommunen im Westkreis Soest bis nach Fröndenberg.

Aktuell werden in sog. 244 Leader-Regionen deutschlandweit viele Maßnahmen für die heimische Wirtschaft, den Tourismus und eine gute soziale Versorgung auf dem Land entwickelt und gefördert. Eine neue Qualität der Förderung liegt auch darin, dass alle Projekte unter Beteiligung der Bevölkerung entwickelt und durch eine Lenkungsgruppe mit Vertretern aus Vereinen, Wirtschaft und Kommunen entschieden werden müssen.

Eine solche LEADER-Zusammenarbeit mit einigen Nachbargemeinden rund um Wickede könnte zwischen 2015 und 2020 mit rund zwei bis 2,5 Mio Euro EU-Mitteln rechnen. Auch die Einbindung weiterer Förderprogramme ist möglich. Daher hat Bürgermeister Arndt bereits die Bereitschaft signalisiert, das Thema demnächst im Rat zur Sprache zu bringen. Allerdings ist ein Auswahlverfahren des Landes vorgeschaltet. Dafür können sich die interessierten Gemeinden mit einem gemeinsamen Konzept präsentieren, dass Probleme ebenso aufzeigt wie ausgewählte Ideen, um Lebensqualität neu zu gestalten und auch auf Bevölkerungsverluste zu reagieren.

Der Mehrwert eines Regionalen Entwicklungskonzeptes ergibt sich auch daraus, dass in Zukunft nahezu alle Landesförderungen ein solches Entwicklungskonzept voraussetzen.
Schwerpunkte für LEADER in NRW 2014-2020 sind voraussichtlich
  • Ländliche Lebensqualität / Dorfentwicklung
  • Präventions- / Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche, (junge) Familien, Integration
  • Nah-/ Land-/ Natur-Tourismus
  • Gesundheit
  • Mobilitätssicherung / Nahverkehr
  • Energiewende & ländliche Wertschöpfung (z.B. regionale Vermarktung)
  • Fachkräftesicherung
  • Ehrenamt stärken Generationenprojekte
Weitere innovative Ideen aus den Region Steuerung und Entscheidungen in den LEADER-Regionen erfolgen durch die sog. „Lokale Aktionsgruppe“. Darin sind Bürgermeister/innen, Bürgervertreter u.a. vertreten. Sie wählt einen ehrenamtlichen Vorstand. Die einzelnen, von Kommunen, aus Wirtschaft und sozialen Organisationen oder aus der Bürgerschaft angeregten Projekte werden vom Regionalmanagement in enger Zusammenarbeit mit der Bewilligungsbehörde Bezirksregierung auf Förderfähigkeit geprüft und zur Beschlussreife weiter entwickelt.

Eine anschauliche Zusammenfassung von interessanten Projekten in NRW liefert die aktuelle Broschüre „Land in Bewegung“ http://www.umwelt.nrw.de/landwirtschaft/pdf/land_in_bewegung.pdf